Zukunft? Egal, das ist etwas, das Andere gestalten!
Dies scheint die gängige Auffassung in den Führungsetagen deutscher Unternehmen zu sein. Zu diesem Schluss kann man zumindest kommen, wenn man die Ergebnisse der neuen Resilience-Studie von Egon Zehnder International analysiert.
Von 836 befragten internationalen Spitzenmanagern aller Branchen sehen über die Hälfte die größte Management-Herausforderung darin, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und sich mit neuen Strategien an geänderte Marktumfelder anzupassen. Und: quo vadis? Niemand scheint es wissen zu wollen. Nur 13 Prozent der deutschen Unternehmen entwickeln (und überprüfen) regelmäßig Zukunftsszenarien als Basis für die Repositionierung ihrer Unternehmen. Damit bildet die deutsche Wirtschaft zusammen mit Australien, Frankreich und Indien das Schlusslicht im internationalen Vergleich.
Dabei stehen für die befragten deutschen Führungskräfte die Fähigkeit, ihre Unternehmen den Herausforderungen der Zukunft anzupassen, und das organisationale Innovationspotential auf den Plätzen 1 und 2 der Liste der Schlüsselfaktoren für den Unternehmenserfolg.
Angesichts der Debatten um die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland ist das kein Ergebnis, das Anlass zu Optimismus geben sollte.
Fazit: Die Umsetzungslücke ist groß. Erfolg wirkt denjenigen, die sie schnell und effektiv zu schließen wissen. Das ist wahrlich keine neue Erkenntnis.
